Zeitungsbericht Teckbote vom 31.März 2004
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KIRCHHEIMER MARKT |
31. März 2004 |
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Der Opa war Schneidermeister, der Vater, Hans Moll ist Schneidermeister und hilft mit seinen 81 Jahren noch mit aus: Er ist zwar kein Schneider, aber Spezialist in Sachen Bekleidung; Stoffe und Schnitte. Die Rede ist von Martin Moll, dem der Beruf quasi in die Wiege gelegt wurde. 1993 hat er das Ladengeschäft und den Namen "Hosen Moll" in der Sophienstraße, einer Seitenstraße zur Fußgängerzone, von seinen Eltern übernommen. Martin Mol erinnert sich: Als Kleinkind spielte ich mit Hosenknöpfen in der Schneiderei, ging mit 10 Jahren bereits mit zu Messebesuchen. Ich erinnere mich, dass wir öfters nach Heusenstamm bei Frankfurt fuhren um Levi's-Jeans ab Lager zu holen, weil die schwer zu bekommen waren. Damals gab es noch eine Mengenquotenregelung für Deutschland. Heute wäre so etwas undenkbar. Die Zeiten ändern sich eben, so auch bei Hosen Moll. Bereits 1980 wurde durch einen Anbau die Fläche des Ladengeschäfts von vormals 90 auf jetzt 220 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Es folgte der Wandel vom reinen Hosenspezialgeschäft hin zum modernen Mode-Fachgeschäft, wobei Martin Mol zusammen mit Ehefrau Kornelia tatkräftig bei der Weichenstellung Richtung Zukunft beteiligt waren. Martin Moll hätte nach der zweijährigen Wirtschaftsschule in Kirchheim (1972 -1974) eine ebenfalls zweijährige Ausbildung als Einzelhandelskaufmann bei der Firma Breuninger in Stuttgart absolviert Während weiterer zwei Jahre, die er als Zeitsoldat in Böblingen verbrachte, war er an den Wochenenden im elterlichern Geschäft tätig. Von 1979 - 1981 absolvierte er eine Ausbildung zum Texilbetriebswirt (BTE) an der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels in Nagold (LDT), bevor er vollends ins elterliche Geschäft eintrat. Wir pflegen bei Hosen Moll ein breites Größenspektrum" sagt Martin Moll. So sind Übergroßen (bei Herren bis Gr. 82 und 34 oder 4XL und bei Damen bis Gr. 52) stark gefragt und gut im Angebot. Es dreht sich bei Hosen Mol zwar vieles um die Hose, aber längst nicht alles. Den Kunden erwartet heute ein erlesenes Sortiments-Mix aus Unter- und Oberteilen namhafter Markenlieferanten. (z.B. DOB-Marken wie Toni dress, GinB, Finn Karella, Tweans, H.I.S, Haka-Markten wie Pioneer, Mustang, pierre cardin, Hiltl, Chevy, John Slim) "Zunächst einmal müssen wir Ziele definieren können, denn: wer kein Ziel hat, findet den Weg auch nicht," sagt |
Martin Moll, meint damit auf das Geschäft bezogen: In die täglichen Entscheidungen werden meine Frau Kornelia und die beiden Vollzeitkräfte Caroline Auer und Zdenka Novosel eingebunden. Außerdem beschäftigen wir eine Auszubildende im 2: Ausbildungsjahr. Wir möchten unseren Kunden nicht nur Ware und Tradition verkaufen, sondern unsere besonderen Leistungen." Und davon gibt es einige: Dies beginnt mit guter, ehrlicher Beratung, einem Mehr an Service und Kommunikation. Ergänzend bieten wir ein klares, auf unsere Kunden zugeschnittenes Sortiment, das in behaglicher, warmer Atmosphäre präsentiert wird. Es soll unseren Kunden Spaß machen, in unseren Räumen einzukaufen und meine Verkaufsmitarbeiter sollen viel Freude beim verkaufen haben. Wir wollen auf keinen Fall Kaufzwang hervorrufen, sondern unserem Kunden suggerieren bei uns kannst du rein und wieder raus. Dies zahlt sich längerfristig aus" erklärt Martin Moll und fügt hinzu: Wir orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden." Ein besonderer Service stellt auch das Schneiderteam im Haus dar: "Mein Vater Hans Moll und Karin Scholz ändern meisterlich im hauseigenen Atelier und erfüllen such sonst ihre aktuellen Änderungswünsche schnell und preiswert." Bei seinen Freiluft-Hobbys Skisport und Leichtathletik holt sich Martin Moll die |
Kraft und mentale Stärke für seine Arbeit im Betrieb. Außerdem komme man viel herum, lerne viele Leute kennen, meint er. Zwei Onkel, - einer war alpiner Sportwart, der andere Leiter des Lehrwesens beim VfL Kirchheim - buhlten schon früh um das ehemalige Skitalent Moll, das bereits mit 15 die ersten Skikurse auf der Alb gab. Heute ist er als Sportwart des Bezirks Mittlere Alb viel mit seinem Sohn Patrick (16) unterwegs, der Skirennen auf nationaler und internationaler Ebene fährt. Zur Familie Moll gehört noch Tochter Sarah, gerade erwachsen geworden.
Martin Molls zweites großes Hobby ist die Leichathletik, schließlich war er selbst 15 Jahre Leistungssportler lief die 100 Meter unter elf Sekunden, Seit 13 Jahren ist er Vorstand der Leichtathletik Gemeinschaft Teck. Doch Martin Moll besitzt auch eine musische Ader, sein drittes Hobby ist das Akkordeon. Seit seinem 10. Lebensjahr hat ihn der Klang des Instruments verzaubert. Und so spielt er ein Mal die Woche im Akkordeonorchester Kirchheim. Einen Ausblick auf die Zukunft wagt er auch: Der Einzelhandel erlebt zurzeit den größten Strukturwandel in seiner Geschichte. Wenn wir dem Kunden etwas Besonderes bieten und nicht das anbieten, was es an allen Ecken zu kaufen gibt, dann hat das Fachgeschäft gute Chancen im harten Kampf des Verdrängungswettbewerbes |
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